Über 150 Jahre Dienst am Menschen

Die Stiftung St. Johannes-Stift verfolgt auch heute noch, über 150 Jahre nach ihrer Gründung, die Vision des Kaplan Schrandt: Eine optimale Versorgung der Bevölkerung von Varel mit pflegerischen und medizinischen Leistungen. Vorrangiger Stiftungszweck ist heute die Förderung und Unterstützung der Caritas-Sozialstation Varel Wilhelmshaven gGmbH.

Auf die Anfrage des Kaplans Schrandt, der Mitte des 19. Jahrhunderts die Katholische Kirchengemeinde in Varel leitete, kamen am 24. Juni 1863, dem Namenstag des Heiligen Johannes, zwei Ordensschwestern vom Orden der Clemensschwestern aus Münster nach Varel. Deren Aufgabe sollte es sein, die Versorgung der Bevölkerung von Varel mit pflegerischen und medizinischen Leistungen zu verbessern. Das letztlich aus dieser Initiative heraus im Laufe der Zeit entstehende Krankenhaus erhielt den Namen St. Johannes-Hospital.

Erst rund sechs Jahre später wurde diese in der Entwicklung befindliche Krankenhauseinrichtung auch rechtlich abgesichert. Es erfolgte die Gründung einer kirchlich milden Stiftung, der von der staatlichen Aufsichtsbehörde in diesem Zusammenhang die Korporationsrechte verliehen wurden. Die rechtlichen Interessen der Stiftung werden seit dieser Zeit und bis heute von einem mehrköpfigen Kuratorium vertreten.

Das Kuratorium

Vorsitzender des Kuratoriums ist gemäß Stiftungssatzung der jeweilige Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius in Varel. Zurzeit ist das Herr Pfarrer Manfred Janßen. Auf seinen Vorschlag hin beruft der Weihbischof aus Vechta (Bischöflich Münsterscher Offizial) zwei bis höchstens vier weitere Kuratoriumsmitglieder. Aktuell sind Herr Diakon Klaus Elfert von der Kath. Kirchengemeinde Varel und Herr Prof. Dr. Peter Becker, Jaderberg, berufene Mitglieder.

Die Stiftung und ihre Einrichtungen im Wandel der Zeit

Die Stiftung St. Johannes-Stift war im Laufe der letzten mehr als 150 Jahre einem ständigen Wandel unterworfen. Zuletzt wurde die St. Johannes-Hospital gGmbH mit Wirkung vom 1. Januar 2016 an den Landkreis Friesland verkauft. Seit diesem Zeitpunkt befinden sich das Krankenhaus sowie das Wohn- und Pflegezentrum St. Marien-Stift in kommunaler Trägerschaft. Gemeinsam mit dem kommunalen Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch in Sande bilden sie die Friesland Kliniken gGmbH.

Um der Stiftung für die Zukunft einen weiterhin sinnvollen Zweck zu erhalten, wurden die Gesellschaftsanteile an der Caritas-Sozialstation Varel-Wilhelmshaven gGmbH, die eine 100%ige Tochtergesellschaft der St. Johannes-Hospital gGmbH war, zum 1. Januar 2016 auf die Stiftung St. Johannes-Stift übertragen.

Stiftungszweck ist seit diesem Tag vorrangig die Förderung und Unterstützung der Caritas-Sozialstation Varel Wilhelmshaven gGmbH.

Im nachfolgend geschichtlichen Überblick wird die Entwicklung der Stiftung in überschaubaren zeitlichen Schritten noch einmal genauer dargestellt.

Die wirtschaftliche und bauliche Entwicklung der Stiftung St. Johannes-Stift seit ihrer Gründung im Jahre 1863

Die Stiftung St. Johannes-Stift wurde, wie bereits vorstehend erwähnt, am 24. Juni 1863 gegründet. In den geschichtlichen Unterlagen der Stiftung heißt es dazu: „… trafen in Begleitung der Ordensoberin Helena zwei Schwestern der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern von der allerseligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria (Clemensschwestern) von Münster kommend mit der Kutsche in Varel ein, um den Notstand in der Krankenpflege zu mildern.“

Der 24. Juni 1863 muss somit als Gründungsdatum des katholischen Krankenhauses in der Stadt Varel angesehen werden. Die Gründung ist zurückzuführen auf die unzureichende medizinische und pflegerische Versorgung kranker und hilfsbedürftiger Menschen in Varel. Auf Anregung des damaligen Obergerichts- und Amtsarztes Dr. Toel wandte sich der katholische Kaplan Schrandt an den Orden der Clemensschwestern in Münster. Sein Ansinnen fiel bei der damaligen Ordensleitung auf fruchtbaren Boden.

Zunächst fehlten jedoch die Räumlichkeiten und das nötige Geld, um ein Krankenhaus zu gründen und einzurichten. Ganz ohne kommunale und staatliche Hilfen, nur durch die Einnahmen aus Spenden, Haussammlungen und Kollekten, wurde dann ein Haus an der Ecke Bahnhof-/Holzbergstraße gemietet. Da die Ankunft der Schwestern auf das Fest des Heiligen Johannes des Täufers fiel, hat das Krankenhaus den Namen Johanneum (St. Johannes) erhalten.

Die weiteren Entwicklungsstufen
  • 1869
    Kauf und Umbau eines zweistöckigen Hauses in der Neuen Straße in Varel. Es erfolgt die Gründung einer katholischen milden Stiftung mit dem Namen St. Johannes-Stift. In diesem Zusammenhang wird auch das erste Kuratorium gegründet. Der Stiftung werden offiziell von staatlicher Seite die Korporationsrechte verliehen.
  • 1888
    Die Zahl der zu behandelnden Patienten nimmt immer weiter zu. Ein weiterer Um- und Ausbau kann am Gebäude in der Neuen Straße nicht realisiert werden. Von daher entsteht am Bleichenpfad ein ganz neues Haus mit 80 Betten (alter mittlerer Klinkerbau).
  • 1910
    Bauliche Erweiterung des Krankenhausgebäudes.
  • 1950
    Kauf des Wohnhauses mit Garten der Familie Carstens an der Menckestraße. Umbau des ehemaligen Wohnhauses zu einem Isolierhaus (heute St. Marien Stift).
  • 1953
    Übernahme der Aufgaben der DRK-Frauenklinik und Gründung einer Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.
    Bauliche Erweiterung des Krankenhauses um einen weiteren Gebäudeflügel.
  • 1967
    Einweihung eines neuen Betten- und Behandlungstraktes.
  • 1971
    Bauliche Erweiterung der Frauenklinik und Sanierung des Gebäudeflügels aus dem Jahre 1953.
  • 1977
    Umbau des ehemaligen Isolierhauses zu einer stationären Pflegeeinrichtung.
    Ausgründung der rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Stiftung St. Marien-Stift.
  • 1988
    Bauliche Erweiterung des St. Marien-Stifts.
  • 1994
    Bauliche Erweiterung des St. Marien-Stifts um weitere 25 Plätze (danach insgesamt 70 Plätze).
  • 1996
    Einrichtung eines ambulanten Pflegedienstes in Trägerschaft der Stiftung St. Marien-Stift.
  • 1997
    Gründung der St. Johannes-Hospital gGmbH mit den Betriebsteilen Krankenhaus und Pflegeheim.
  • 1998
    Gründung der Tochtergesellschaft Caritas-Sozialstation Varel-Wilhelmshaven gGmbH durch Zusammenlegung des ambulanten Pflegedienstes St. Marien mit der Caritas-Sozialstation Wilhelmshaven. Der Sitz der Gesellschaft ist Varel. In Wilhelmshaven wird weiterhin ein Stützpunkt vorgehalten.
    Zeitgleich Gründung der Tochtergesellschaft Vareler Wirtschaftsdienste GmbH.
  • 2000
    Auf Teilen des ehemaligen Krankenhausgeländes ist auf die Initiative des St. Johannes-Hospitals hin eine Wohnanlage nach dem WEG für Betreutes Wohnen entstanden. Das St. Johannes-Hospital übernimmt die Verwaltung und Betreuung.
  • 2005
    Gründung der Hospitalgesellschaft Jade-Weser mbH durch die Stiftungen St. Johannes-Stift und St. Marien-Stift gemeinsam mit dem St. Willehad-Hospital e.V., Wilhelmshaven. Die neue Gesellschaft ist Mehrheitsgesellschafter der St. Johannes-Hospital gGmbH und der St. Willehad-Hospital gGmbH
  • 2006
    Das St. Bernhard-Hospital in Brake schließt sich der Hospitalgesellschaft Jade-Weser mbH an. Diese ist ab diesem Zeitpunkt auch Mehrheitsgesellschafter des Krankenhauses in Brake.
  • 2006
    St. Marien-Stift
    Aufstockung des Anbaus aus dem Jahr 1994 und Umzug der Bewohner aus dem älteren Gebäudeteil in den Neubau. Die Einrichtung hat dann 75 Heimplätze anzubieten.

    St. Johannes-Hospital
    Umfassende Sanierung der Funktionsbereiche und von Teilen der Stationen.
  • 2012
    Kauf des Wohnhauses Osterstraße 21 von den Eheleuten Pape.
  • 2013
    Das Gebäude Osterstraße 21 wird baulich saniert. Die Sozialstation bezieht das Gebäude am 1. Juli 2013 und richtet dort ihren Stützpunkt ein.
  • 2016
    Nachdem das St. Willehad-Hospital bereits im Jahr 2014 mit dem städtischen Krankenhaus in Wilhelmshaven fusioniert worden und aus der Hospitalgesellschaft Jade-Weser mbH ausgeschieden ist, wird im Jahr 2016 die Trägerschaft über das St. Johannes-Hospital, Varel, an den Landkreis Friesland abgegeben. Dieser gründet die Krankenhausholding Friesland Kliniken, in deren Trägerschaft die Krankenhäuser St. Johannes-Hospital, Varel, und Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, Sande, zusammengeführt werden.
  • 2016
    Abriss des hinteren Anbaus vom Gebäude Osterstraße 21 und bauliche Errichtung von Räumen zum Betrieb einer Tagespflege. Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten durch die Tagespflege der Caritas-Sozialstation Varel-Wihelmshaven gGmbH am 1. November 2016.
  • 2018
    Die von der Sozialstation genutzten Räumlichkeiten im Altbau Osterstraße 21 sind technisch nicht mehr ausreichend. Eine bauliche und technische Sanierung ist aus Kostengründen nicht wirtschaftlich zu vertreten. Von daher wird der Altbau Osterstraße 21 abgerissen und im November beginnen die Bauarbeiten zur Errichtung eines Neubaus als Stützpunkt für die Sozialstation und die Verwaltung der Caritas-Sozialstation Varel-Wilhelmshaven gGmbH.
  • 2019
    Im Oktober sind die Bauarbeiten an dem Neubau Osterstraße 21 weitestgehend abgeschlossen. Mitte Oktober 2019 werden die neuen Räume durch die Mitarbeiter/-innen der Sozialstation und der Verwaltung bezogen.
    Die Einsegnung der Räumlichkeiten erfolgt am 20. November 2019 im Rahmen einer kleinen internen Feier durch Herrn Pfarrer Manfred Janßen und Herrn Diakon Klaus Elfert.

Caritas-Sozialstation
Varel-Wilhelmshaven

Josepha Busse
Geschäftsführung und Pflegedienstleitung
Tel.: 04451 127 92 – 0
E-Mail:


Gabriele Kipp

Gabriele Kipp
Assistenz der Geschäftsführung
Tel.: 04451 127 92 – 121
E-Mail:


Caritas-Sozialstation Varel-Wilhelmshaven gGmbH
Osterstraße 21
26316 Varel
Tel.: 04451 127 92 – 0
Fax: 04451 127 92 – 199
E-Mail:

Bürozeiten:
Mo. – Fr.: 9.00 – 14.00 Uhr

24-Std.-Bereitschaft:
Tel.: 04451 127 92 – 0


Caritas Tagespflegeeinrichtung
Osterstraße 21
26316 Varel
Tel.: 04451 127 92 – 123
Fax: 04451 127 92 – 199
E-Mail:

Bürozeiten:
Mo. – Fr.: 8.30 – 16.30 Uhr